Kolumne

Gedanken zur Europawahl - 09. Juni 2024

 
Was soll ich wählen? (Demokratie )
Soll ich überhaupt wählen? (Ja sicher)
Ich habe ja keine Ahnung und alle versprechen so viel. (Blick ins Wahlprogramm?) Was soll ich glauben? (An ihren Taten sollt ihr sie messen, sagen kann man ja viel.) Die Überlegungen dauern jetzt länger. Erstmal Kaffee kochen. 
 
Diese und viele andere Fragen stelle sicher nicht nur ich sondern auch junge Leute. 
Meinungen der Eltern stimmen meist nicht mit den Äußerungen der Freunde überein. Im Internet kursieren oftmals Untergangsszenarien, wenn die oder jene Partei gewählt wird. Oder Tik-Tok Videos, die einem den Kaffee in den Adern gefrieren lassen oder Übelkeit verursachen. Die eine Partei stellt lediglich ein Gesicht zur Schau ohne wirkliches Programm dahinter. Eine andere Partei verspricht, alle Ausländer auszuweisen, weil sie uns ja alles wegnehmen - Wohnungen, Wohlstand und sogar Sicherheit! Dabei vergisst man all die Personen, die zu unserem Wohlstand durch ihre Arbeit beitragen. 
 
Die schlechtesten Ratgeber sind NEID und HASS. 
Sie führen zu zweifelhaften Entscheidungen und meist nicht zu einer besseren Lebensqualität. 
ZIELE formulieren für die. Zukunft und dann nach der passenden Partei suchen, ist eine praktikable Möglichkeit. 
Freiheit ist ein wichtiges Ziel, es bedeutet aber auch Selbstverantwortung.  
Ich bin für mein eigenes Handeln verantwortlich, aber ich habe auch die Freiheit zu denken, zu handeln und zu sagen, was ich denke! 
- Wer heute Hitler-Lieder anstimmt, kennt die Unfreiheit dahinter nicht. 
- Wer meint, Leistung bringt nichts, verhöhnt alle die, die unsere Wirtschaft und damit unseren Wohlstand erreicht und damit auch Verantwortung übernommen haben. 
- Wer ein Kalifat ausrufen will, kommt aus dem Mittelalter und hat mit Zukunft, Freiheit, Menschenrechten und unserer Verfassung wenig am Hut. 
 
Sich wirklich informieren ist ein guter Ratgeber! Nicht die lautesten haben recht! Und manchmal wird gelogen bis sich die Balken biegen. 


"Eine Bahnfahrt, die ist lustig, eine Bahnfahrt, die ist schön!" 


Es wäre so schön, wenn dieser Satz nicht die ganze Ironie der momentanen Situation enthielte.
Mein Kaffee ist getrunken, meine Tasche gepackt, ich möchte verreisen. Und dann kommt der gespannte Blick auf das Handy. Fährt der Zug oder nicht? Kommt er verspätet oder gar nicht? Kriege ich meinen Anschluss oder verfällt die Reservierung, weil ich einen anderen Zug nehmen muss?
Und dann kommt Herr Weselsky, gelernter Lokführer, gehaltsmäßig eingestuft wie ein Schulleiter eines Gymnasiums mit A16 (7000€) und legt die Mobilität der Bevölkerung lahm.
Die 4-Tage-Woche (35 Stunden/Woche), damit für junge Leute der Beruf attraktiver wird. Es soll also nur ein Beruf sein, der die Freizeit finanziert? Ein Beruf sollte Spaß machen, weil er über viele Jahrzehnte das Leben ausfüllt/ausfüllen sollte. Wer kein Lokführer werden will, der wählt den Beruf auch nicht mit einer 4-Tage-Woche. Und wer füllt bei diesem Fachkräftemangel die dann fehlenden Stunden auf? Irgendwer hatte doch eine Draisine im Angebot – selbst ist die Frau.
 In einem Interview rechtfertigte ein Lokführer den Streik mit den Worten „man erlebt täglich neue Situationen, es gibt ständig Veränderungen“. Das macht aber doch den Reiz eines Berufes aus. Als Polizist, als Lehrer, als Krankenpflegerin, Erzieherin erlebt man täglich neue Herausforderungen. Oder soll der Beruf nur ein notwendiges Übel zum Finanzieren der Freizeit sein?
Laut Nachrichten (Antenne AC) haben in Deutschland die Menschen so wenig gearbeitet, wie noch nie! Und der Krankenstand ist dazu noch sehr hoch.
Werden wir ein Volk der Faulenzer, chillen um jeden Preis? Deutschland als Mittelmaß wie der Kaffee im Bordbistro?
Vorbei die Wirtschaftskraft, vorbei deutsche Wertarbeit? Wenn wir irgendwann überrollt werden von anderen Ländern, sollten wir uns nicht wundern!
Danke Herr Weselsky und Dank an alle Gewerkschaftsführer, die über das Ziel hinausschießen. Streikrecht ist legitim. Aber ganz Deutschland in Gruppenhaft zu nehmen, steht auf einem anderen Blatt.
Der Zug fällt aus, ich nehme das Auto und hoffe, zum Kaffee trinken am Zielort zu sein.
Mobilitätswende!!!


Was will die CDU? - Ein gefährliches Ablenkungsmanöver!


Ich benutze gerade einen Kuli der CDU. Soll ich ihn weiter benutzen oder in die Ecke knallen?? (Nicht mehr nötig, er gibt den Geist auf) Egal was passiert, die CDU gibt der FDP die Schuld fürs Versagen, weil sie nicht weiter als 2 Jahre über den Tellerrand guckt.
Aktuelles Beispiel: die Autobahn A44n am Tagebau Garzweiler vorbei. Durch starke Windentwicklung kippen sogar beladene LKWs um und meine Kaffeebohnen kommen nicht an. Fehler bei der Konzeption? 
Nun haben sich 6 Landtagsabgeordnete und 4 Bundestagsabgeordnete (alle CDU) bemüßigt, gegen den Bundesverkehrsminister Wissing zu agieren. Sie schicken einen anklagenden Brief, übertragen die Verantwortung an ihn. 
Aber wer hat die Autobahn eingeweiht? Hendrik Wüst, seit Oktober 2021 Ministerpräsident von NRW und vorher Verkehrsminister (CDU) zu Zeiten des Bundesverkehrsministers Scheuer (CSU). Auch zu dem Zeitpunkt gab es die jetzigen Probleme bzw. sind viele Probleme auch entstanden, besonders in NRW. Die Vermutung liegt nahe, dass der damalige Verkehrsminister heillos überfordert war und sich stattdessen lieber an einer "Ausländermaut" festgebissen hat.  
Weitere Beispiele hören wir jeden Tag, das Wachstumschancengesetz wird blockiert - von der CDU. Obwohl es der Wirtschaft momentan nicht sehr gut geht, will die CDU dieses Gesetz nicht mittragen.
Seit Wochen oder sogar Monaten blockiert die CDU viele Vorhaben der Koalition, stützt die Forderungen der Bauern, obwohl ihre jahrelange Politik den Unmut gestärkt hat. Anscheinend vergessen viele sehr schnell, wer die Misere verursacht hat. 
Will Merz unser Land unregierbar machen, um dann wie Phönix aus der Asche als Retter der Nation hervorzugehen? Der Schuss geht nach hinten los. 
Kann die CDU es immer noch nicht verkraften, dass sie die letzte Wahl als Oppositionspartei verlassen hat - nach jahrzehntelanger Regierungsbeteiligung?
Wir brauchen einen Stärkungspakt für die Wirtschaft und nicht für die Populisten am rechten Rand, denen unser Land egal ist. Deren "Lösungen" führen uns schnurstracks ins Verderben. 
Gemeinsames Handeln zum Wohle des Landes, könnte die negativen Strömungen in unserem Land vielleicht wieder aussetzen - sonst pustet der extreme Wind, wie auf der A44n, unsere Demokratie aus der Bahn.  


Vernunft und Freiheit - eine Ideologie???

Für manche ja. Die freuen sich dann über noch mehr Bürokratie.
In den Nachrichten verkündet Hubertus Heil, die FDP würde das Lieferkettengesetz aus ideologischen Gründen ablehnen. Mit Ideologie verbinde ich Parteien und Organisationen, die deutlich weiter links von uns stehen oder auch rechts außen.
Irgendwie schmeckt der Kaffee heute besonders bitter.
 
Warum also Bedenken zu diesem Gesetz?
Hier ein Erlebnis aus früherer Zeit:  vor ca. 12 Jahren bewies eine sehr bekannte humanitäre Organisation, dass Staaten „offizielle Zertifikate“ ausstellten, dass Pflastersteine (z.B. in Köln) ohne Kinderarbeit aus Steinbrüchen geschlagen wurden. Ein versteckt aufgenommenes Video bewies das Gegenteil. Kinder mit schief angewachsenen Armen, weil ein Knochenbruch nicht behandelt wurde während der schweren Arbeit.
Wer so etwas gesehen hat und vieles mehr, wie Kinder in Kellerlöchern eingesperrt sind und für die westliche Gesellschaft Pailletten auf Spiegel klebten zur Zierde. Dort lebten 6-10jährige, aßen, schliefen und arbeiteten bis zu 12 Stunden am Tag.
Kein Liberaler würde solch ein Handeln gutheißen. Jede und jeder müsste gegen diese Behandlung und Ausbeutung von Kindern angehen und sie strengstens verurteilen.
Aber leider machen sich sehr wenige Gedanken, ob beispielsweise ein T-Shirt wirklich nur 4€ kosten kann. Vom Pflücken der Baumwolle über weben, zuschneiden, nähen, Transport und Gewinnmarge des Verkäufers ein Preis von 4€? Die Pflückerinnen arbeiten für eine Mahlzeit!
Und nun zurück zum Lieferkettengesetz. Diese Maßnahme bedeutet einen riesigen Aufwand an Bürokratie. Eine Aufgabe, die mittelständische Unternehmen, welche in unserer Gesellschaft eine große Gruppe mit vielen Arbeitsplätzen darstellt, überfordert,
Papier, Papier…
und hilft es wirklich gegen Kinderarbeit? Wenn den eigenen Ländern Kinder so wenig bedeuten, wie können wir überprüfen, ob Kinderarbeit im Spiel ist.
Kinderarbeit und jede Ausbeutung ist verabscheuungswürdig, aber das Ablehnen dieser Form von Gesetz hat nichts mit Ideologie zu tun. Unsere Wirtschaft erstickt in Bürokratie und es hilft keinem, wenn diese noch weiter ausgedehnt wird. Wenn Unternehmen sogar Unterlieferanten in anderen Ländern bis ins kleinste Detail kontrollieren und dies nachweisen sollen, um nicht in Haftung genommen zu werden, dann können sie vor lauter notwendiger Kontrolle nicht mehr produzieren, bzw. dann wird die Produktion an sich zu einem enorm teuren Risiko.
Ideologien bewirken momentan die Absenkung unsere Wirtschaftskraft. Aber unsere Wirtschaft und damit das Industrieland Deutschland lahmt. Aber nur eine gesunde Wirtschaft bringt uns die Freiheit, auch wirklich durch Hilfsmaßnahmen größeren Ausmaßes gegen Kinderarbeit vorzugehen.
Populismus ist zu behaupten, die FDP alleine hätte das Lieferkettengesetz verhindert und das auch noch ohne den Inhalt des von der EU vorgeschlagenen Lieferkettengesetzes zu kennen.  Einige andere EU-Länder waren ebenfalls dagegen. Andere wiederum haben für sich bereits nationale Lieferkettengesetze beschlossen, wie Deutschland übrigens auch.
Freiheit und Vernunft – eine Ideologie?
Mitnichten. Ideologie ist ein Lieferkettengesetz, dessen Einhaltung von der EU unmöglich kontrolliert werden kann. 
Da setzen wir Liberale uns doch lieber für Freiheit und Vernunft ein. 


 
Sind wir Deutschen ein Volk der Meckerer und Nörgler geworden? 

 
Wenn ich so morgens in die Zeitung sehe, schmeckt der Kaffee bitterer als sonst. Vielleicht sollte ich mal die Bohnen wechseln von „stark geröstet“ auf „feine Milde“.
Während in vielen Ländern der Welt Menschen hungern und frieren, kein Dach über dem Kopf haben oder schwer schuften müssen für den Verdienst einer Tagesmahlzeit, lehnen wir uns zurück und bedauern unser Dasein. ☹
Ein Satz klingt mir im Ohr. „meine Oma sagt, man kann nur so viel Geld ausgeben, wie man zur Verfügung hat“. Aber wer stellt das Geld zur Verfügung? Der Arbeitgeber, nach getaner Arbeit, zahlt den Lohn. Wobei es ein angemessener Lohn sein soll, um vernünftig leben zu können. Von dem Verdienst zahlt man Steuern, die es dem Staat ermöglichen seine originären Aufgaben zu erfüllen. So weit so gut
 
Wie sieht die Realität aus? 
Viele wollen weniger Arbeit, mehr Freizeit haben, die aber finanziert werden muss. Andere verdienen sehr viel Geld, arbeiten aber bis zu 60 Stunden in der Woche, wobei die Freizeit auf der Strecke bleibt.
Wieder andere sind unverschuldet in Not geraten und wir können uns glücklich schätzen, in einem Land zu leben, das diese Menschen auffängt und ihnen hilft. Aber was ist mit denen, die arbeiten könnten, es aber nicht wollen? 
In der Pandemie hat der Staat vielen kleinen und mittleren Betrieben unter die Arme gegriffen, indem er z.B. für die Gastronomie den Mehrwertsteuersatz herabsetzte. 
Der Flugbetrieb wurde subventioniert etc.
im Klartext, die Schuldenbremse wurde ausgesetzt, um zu unterstützen. 
Und nun??? Die Pandemie ist vorbei, der Ukrainekrieg läuft weiter, er verursacht nicht unerhebliche Kosten. An sich müsste ein vernünftiger Mensch einsehen, die Jahre der massiven Staatsausgaben sind vorbei, wir können unseren Kindern nicht riesige Schuldenberge zumuten. Alle müssten den Gürtel etwas enger schnallen, wobei wir uns sicherlich noch immer auf hohem Niveau bewegen. 
Haben wir wirklich verlernt, mit weniger auszukommen? Ist unser Anspruchsdenken wirklich so hoch, dass wir das Maß verlieren? 
Es wird bei den Lokführern gestreikt mit der Begründung, wir müssen zukünftigem Personal etwas bieten, damit sie bei uns bleiben. Und wer kommt nach den Lokführern? Das Pflegepersonal, die Erzieherinnen, die Lehrer und Lehrerinnen, die Ärzteschaft? Überall ist Personalmangel, aber wählt man wirklich den Beruf nur nach dem Geld? Dass dies nicht so ist sieht man daran, dass gut bezahlte Jobs, deren Arbeitsbedingungen extrem schlecht sind, auch nicht von einer größeren Menge Menschen ausgeübt werden. 
Und wenn alle Löhne steigen, werden auch alle Verbrauchs- und Luxusgüter (wie Reisen ins ferne Ausland) teurer. Und dann geht die Spirale von vorne los. Sinnvoller ist es die Steuern und Abgaben zu senken, damit den Menschen mehr vom Lohn bleibt. 
Und weil man unzufrieden ist, sucht man sich ein Ventil - die Politik. Die ist alles schuld.
Damit man sie abstrafen kann, entscheidet man sich für rechtsextrem und linksextrem. 
Wir leben in einer Demokratie und können frei entscheiden – aber wir lange noch?? 
Ich würde jedem empfehlen, die Geschichte der Weimarer Republik zu verinnerlichen und die daraus entstandene Schreckensherrschaft der Nazis. 
 
 
Anstatt zu schreien und zu schimpfen auf die da oben, also die Politiker, sollte man wissen, keiner wird als Politiker geboren. Es sind Menschen, die nicht weggucken, sondern sich für etwas einsetzen wollen, was für sie und ihre Umgebung wichtig ist. Es kostet Zeit, aber es lohnt sich.
Wenn man dann die Chance hat oben anzugelangen, arbeitet man für die Allgemeinheit, allerdings mit anderen Schwerpunkten. Deshalb gibt es Entscheidungen nur in Form von Kompromissen. Mit dem Kopf durch die Wand ist keine Option!
Das sollte man sich vor Augen führen, wenn man extreme Parteien aus Protest wählen will. 
Und es gibt sie doch, die Politikerinnen und Politiker, übrigens Menschen wie du und ich, die etwas aus Überzeugung tun und sich ihrer Verantwortung bewusst sind und stellen. Denen die Geschehnisse in der Welt und hier vor Ort nahe gehen und aufgrund ihrer Verantwortung schlaflose Nächte haben und nicht wegen des Kaffees. 
Hoffentlich erleben wir in Deutschland vernünftige Menschen, die ihr Gehirn einschalten. 
Diese Hoffnung lässt mich wieder aufatmen! 


Verschwenden Sie auch so viel Energie -

- bei der Überwindung von Bürokratie?  Das neue Gebäudeenergiegesetz
Während ich im Warmen meinen Kaffee genieße und den regnerischen Morgen draußen betrachte, kommen mir die Aussagen einer Info-Veranstaltung über das neue Gebäudeenergiegesetz wieder in den Sinn.
Brauchen die Menschen dieses Gesetz oder bringt es vielen Hausbesitzern kleiner und größerer Häuser mehr Probleme als es lösen möchte? Inzwischen sind Solaranlage, Wärmepumpe etc. kein Fremdwort mehr.
 Als Beispiel nehme ich mein Eigenheim! Vor vielen Jahren gekauft und sofort angefangen es aufzurüsten. Außenisolierung, Fenster und Dachisolierung – alles, was der Geldbeutel hergab. Das Ziel, schon in den 80er Jahren, den Energieverbrauch zu reduzieren, um die Ausgaben zu minimieren. Dieses Bestreben gilt auch heute noch. So verpackt müssten wir mit unserem Eigenheim dicke durch den Winter kommen.
Das gleiche Handeln haben wir in der Nachbarschaft erlebt. In Gedanken sehe ich eine überdimensionale Pudelmütze auf dem Dach und einen Schal um die erste Etage gewickelt.
Doch zurück zur Info-Veranstaltung. Das Gesetz mit seinen unterschiedlichen Facetten wurde vorgestellt und dann kamen die Fachleute vom Handwerk zu Wort. Sie berichteten pragmatisch über die Umsetzung des Gesetzes. Die Besitzer von Ein- und Zweifamilienhäusern brauchen kein Gesetz, sie handeln rechtzeitig zur Energiereduzierung und planen die Anschaffung eines E-Autos mit ein. Vorbildlich. 
Das ältere Rentnerehepaar kann die Ausgaben für die vorgeschriebene Sanierung meist gar nicht stemmen. Müssen sie das Eigenheim verlassen???
Die Umsetzung des Gesetzes bei einem Mehrfamilienhaus mit 15-20 Parteien in der Innenstadt ist noch schwieriger. Erdbohrungen meist nicht möglich, Solaranlage auf dem Dach erreicht nicht alle Wohnungen, Außenhautisolierung und die Kosten für weitere Maßnahmen umgesetzt, die Miete würde für viele Familien unbezahlbar. Der Vermieter wird notwendige Maßnahmen durchführen, die den Wert der Immobilie verbessern auch ohne Gesetz. Aber er kann nicht die Miete plötzlich verdoppeln, also geht es zu seinen Lasten. (Hierbei spreche ich nicht von Investoren, die nur ihr Geld anlegen wollen)
Wirklich umsetzbar zeigt sich dieses Gesetz bei Neubauten, verteuert aber den Bau derart, dass zur Amortisierung sehr hohe Mieten zur Kostendeckung gefordert werden müssen. Also baut man erst gar nicht, deshalb wieder die vorprogrammierte Wohnungsnot.
Zum Stillstand beim Neubau hätte es kein weiteres Gesetz gebraucht, die Bürokratie ist schon groß genug. Die Auflagen haben das Potenzial die Burn-out Quote bei bestimmten Berufsgruppen ins Unermessliche zu steigern. Hinzu kommt Bluthochdruck und ein notwendiges Antiaggressionstraining. Spaß beiseite.
Also ist die Frage legitim:
Warum dieses Gesetz?
 Warum nicht an die Eigenverantwortung appellieren?
Dieses Gesetz hat allerdings so viele Löcher, dass wir getrost in die Zukunft blicken und vielleicht sogar die nächste Wahl abwarten können.
Nun ist der Kaffee kalt (vielleicht habe ich nicht genug gedämmt?) – aber wir haben ja noch genug Energie, um ihn aufzuwärmen.

 

Fakten finden ist auch nicht leicht - oder liegt es an der alternativen Interpretation?

Man hört Radio, guckt ins Internet und schaut TV, liest Zeitung und …. man erfährt, dass in Russland (aber auch in anderen diktatorisch geführten Ländern) die Bevölkerung durch falsche, gefärbte, einseitige Nachrichten in die Irre geführt werden.
Da lehne ich mich doch zurück, gönne mir einen Cappuccino und freue mich, in einem freiheitlichen Land zu leben, wo ich mir nach guten objektiven Informationen eine eigene Meinung bilden kann. Oder besser - könnte???
 
Spätestens am Beispiel „Internet“ scheiden sich die Geister.
Nehmen wir NTV:
 Nachricht:
Lindner und Scholz gehen gemeinsam zu den Ministerien, um im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten deren Wünsche und Vorstellungen anzuhören und die Umsetzung zu diskutieren. Eine gute Sache, denn die nächste Generation soll ja nicht unsere Schulden abarbeiten müssen.
Und dann schaltet man auf T-online und der Kaffee schmeckt schal!
Nachricht: Bundeskanzler Scholz will die Finanzen nicht mehr Christian Lindner alleine überlassen! Dieser Satz schreit nach Kontrolle, Unfähigkeit des FDP-geführten Ministeriums, Dinge zu entscheiden. Eine derart gefärbte Nachricht suggeriert, der Finanzminister weiß wohl nicht, wie wichtig die Forderungen der Ministerien sind. Wenn er nichts rausrückt, verteilt es eben der Kanzler, der kann soziale Umverteilung besser.
Wirtschaft ist fies! Autos sind fies, an sich ist auch Arbeit fies! Dumm, wer sich noch daran aufhält! Von Technologieoffenheit will ich gar nicht erst anfangen. Die hat der Fürst der Finsternis erfunden.
Nun sitze ich über meinem inzwischen lauwarmen Kaffee und überlege, wem ich jetzt glauben soll?
Hinzu kommen die vielen Experten. Es werden Gutachten erstellt von Parteien, die dann fast immer die Argumentation dieser bestätigt. Arbeitet man sich durch diesen Expertendschungel, ist man völlig konfus.
·       Ist Wasserstoff gut oder schlecht?
·       Sind E-Fuels Teufelswerk?
·       Sollen anstelle von Autos in Städten Bäume gepflanzt werden? (heute ein Experte im Internet) Ja unbedingt. Es wird dann in den Innenstädten einige Grad kühler. Selbst gefühlt!  Ist eh am besten.
Finger in die Kaffeetasse, toll ist auch schon wieder kalt.
Die Möglichkeiten der KI sind hier noch gar nicht erwähnt. Aber auch ohne ist es auf Twitter schwierig festzustellen, wer was wirklich gesagt hat. Da werden Sätze aus dem Zusammenhang gerissen und bewusst falsch verstanden und interpretiert.
Und nun stehe ich da als normaler Bürger! Was ist richtig? Wem kann man glauben? Wer will mich manipulieren? Am besten Kopf in den Sand stecken, Kaffee trinken und abwarten? Nein, dann gewinnen die anderen……, die, die ich nicht unterstützen möchte.
Also für die eigene Überzeugung kämpfen! Manchmal fehlt die Zeit selbst zu recherchieren. Da sind die Medien in der Pflicht. Die vierte Gewalt im Staat. Gut, dass wir eine freie Presse haben.
Liebe Presse,
berichtet neutral, Fakten und Tatsachen, übernehmt nicht einfach was. Ja, ja das kostet Zeit. Keine Meinungen, außer im Kommentar. Überlasst uns mündigen Bürgerinnen und Bürgern die Einschätzung und eigene Meinung! 
Schön wäre es, wenn man die aufgeheizte Stimmung für die Fernwärme nutzen könnte. 
Prost würde ich sagen, wenn es nicht der Morgenkaffee wäre! 

Etwas Gebäck zum Kaffee? Wie wäre es mit Pustekuchen?

Schön, dass wir in einem freien Land leben und unsere Entscheidungen selbst treffen können. Und das soll auch so bleiben.

Für mich gehören dazu folgende Entscheidungen:
Wie ich lebe!
Wie ich wohne und dafür mein Geld spare, um mein Ziel „Eigenheim“ zu erreichen!
Wie ich mich fortbewege! Wann ich mein privates Auto benutze und wann ich mit dem ÖPNV fahre!
Wann ich meine Heizung einschalte und wann ich sie ausschalte!
Diese Entscheidungen verlangen Eigenverantwortung im Handeln und werden auch durch mein persönliches Budget gesteuert.
Und dann schlage ich die Zeitung auf und höre parallel Radio ☹ und stelle fest:
Diese Zeiten sind vorbei!!
Man denkt für mich und will mir vorschreiben, wie ich mich zu verhalten habe.
Warum schmeckt der Kaffee heute so bitter? Egal, runter damit.
Forderungen und Beschlüsse:
In Münster darf man kein Einfamilienhaus mehr bauen.
Mehrfamilienhäuser mit begrünten Dächern und gemeinsamen Gärten in der Mitte ist für Leute, die dies lieben, die ideale Wohnart.
Aber das gilt nicht für alle. Das persönliche Eigenheim ist immer noch das liebste „Kind“.
Auch das 2. liebste „Kind“ wird angetastet.
Umstieg auf Lastenfahrräder! In der publizierten Anpreisung sieht man junge, dynamische Familien mit großen Lastenrädern, die genauso viel Parkraum benötigen wie Autos. Freudestrahlende Mütter, die dieses „Monstrum“ steuern und nebenbei noch auf 1-2 Kinder mit Kinderrädchen achten.
 
Ich fahre gerne mit dem Fahrrad – zum Vergnügen. Wenn ich schnell von A nach B kommen muss und die immer mehr eingeschränkten ÖPNV-Strecken stehen nicht zur Verfügung, dann nehme ich meinen PKW. Vorzugsweise ein E-Auto, wenn man eins bekommen konnte, CO2-neutral. So ausgestattet soll ich nach Wunsch der Grünen trotzdem nur 100 km/h auf der Autobahn und 30 km/ in der Stadt fahren. Ich dachte die Begründung mit dem CO2-Austoss fiele dann weg. Pustekuchen.
Ein Blick in die Niederlande sollte gestattet sein! Handwerker beklagen sich, weil sie so viel Zeit auf der Straße verbringen, anstatt beim Kunden. Na ja, wenigstens kommen sie durch. Bei uns ist schon mal eine Brücke marode oder es klebt jemand dran.
Und nun zur Heizung!
O-Ton:“ warum soll ich die Heizung herunterstellen, die Heizung wird vom Amt bezahlt“ (vereinzelt junge Leute, die vom Bürgergeld leben)
Intensive Aufklärung ist besser als Geld zuzuschießen oder in dem Fall durch den Kamin zu schießen. Und die Berichterstattung über die angeblich zwangsweise Umstellung auf alternative Heizungssysteme führt zu einem Run auf neue Öl- und Gasheizungen. Verrückte Welt.
Da ich nur noch einen Kaffeevollautomaten habe, kann ich keinen Kaffeesatz mehr lesen. Gut so, ist ja auch eine Methode von gestern. Setzen wir lieber auf Technologieoffenheit, da wir alle nicht in die Zukunft schauen können.
Zum Glück arbeitet die FDP an einer besseren Ausgestaltung des Gebäudeenergiegesetzes.
Klimaschutz ist dringend notwendig. Darum ist es wichtig, dass er funktioniert.
Ich mache mir erst mal einen neuen Kaffee. Vielleicht beruhigt mich das und ich komme von der Palme runter.  

Wissing verantwortlich für 16 Jahre falsche Verkehrspolitik! 

LiF - investigativ


 
Da freut man sich über die erfolgreiche Sprengung der Rahmedetalbrücke, nippt am Kaffee und verschluckt sich fast. Die Reporterin berichtet, dass der Bundesverkehrsminister vorbeikommen möchte und dass einige das für mutig halten. 
Ja so eine Staubwolke ist nicht ganz ungefährlich, nein Moment mal, sie meint, dass einige Bürgerinnen und Bürger das gesagt haben, da er, wer weiß es nicht, schon 2021 in Verantwortung war und überhaupt all die Jahre davor bereits auch. Muss ich verpasst haben und wohl dringend nachrecherchieren. 
Nachdenklich schaue ich in meine Kaffeetasse. Wie sich nun herausstellt läuft bei der Autobahngesellschaft Nordwest, die 2021 gestartet ist, auch nicht alles rund. Ob er auch für dieses Versagen heranzuziehen ist? Ja sicher, dass kann man nun wirklich nicht der schwarz-roten Koalition anlasten, die 16 Jahre verantwortungsvoll bis zur Wahl im Herbst 2021 das Land infrastrukturmäßig ruiniert hat. 
Sind wir mal ehrlich, es haben sich so viele Baustellen, im wahrsten Sinne des Wortes, angesammelt, dass nun in Zeiten eines Krieges in Europa, Fachkräftemangel, Inflation und Klimawandel auch noch die Ruinen der großen Koalition auf Seite geschafft werden müssen. 
Über 800 marode Brücken, enormer Rückstand bei der Digitalisierung, verschlafener Ausbau beim ÖPNV, Antragsstau bei der Autobahngesellschaft für Schwertransporte, die Windräder an Ort und Stelle bringen sollen. Das alles ist nicht erst seit Regierungsantritt von Volker Wissing entstanden. Das war alles vorher schon da. Angeblich in einem Land, in dem wir alle gut und gerne leben. Wir haben uns einlullen lassen, aus Bequemlichkeit. Jetzt sind wir wach geworden, auch ohne Kaffee. 
Statt Volker Wissing sich ständig für Dinge rechtfertigen zu lassen, für die andere die Verantwortung tragen, sollten wir in konstruktiven Dialogen dazu beitragen, wie wir nun die Kuh vom Eis kriegen. 
Apropos Eis, jetzt ist mir vor lauter sinnieren über die Baustellen der Kaffee kalt geworden. Das ist aber jetzt Herr Wissing schuld. 


ich.see.nix oder doch?

 
Was soll ein interessierter Bürger von gefassten Entscheidungen halten, die dann von einzelnen Personen wieder vollständig in Frage gestellt werden? Das kann einem schon die Tasse Kaffee morgens versauen oder sollen wir in dem Fall verwässern sagen?
 
Jahrelang und unter Beteiligung aller betroffenen Gruppierungen (Anrainer, Rheinschifffahrt, Wissenschaftler etc.) wurde die Rheinwassertransportleitung in der finalen Fassung von allen Parteien (auch den Grünen) beschlossen.
Diese Leitungen befüllen die Restseen der Tagebaue Hambach und Garzweiler mit Rheinwasser. Es wird natürlich nicht der Rhein leergepumpt, wie vielleicht manche glauben, sondern höchstens 1-2 cm und nur bei einem bestimmten Pegel. Und das Wasser wird auch nach Bedarf gereinigt. Jahrelange Planung zusammen mit Experten, die alles durchdacht haben. Dachte ich.
Und dann kommt Oliver Krischer MdB, seines Zeichens Umweltminister und zweifelt alles an, beschreibt Horrorszenarien.
Aber was ist die Folge? Kraterlandschaften, wo die Seen die Umgebung attraktiver machen sollen? Abstürzende Böschungen, die ursprünglich vom Wasser gehalten werden sollen?
Frage: Was soll das? Politikgerassel? Aufmerksamkeit erhaschen? Mangel an anderen Themen? Kann ich mir gar nicht vorstellen. So viel Engagement wünscht man sich bei der Beschleunigung der Instandsetzung von Infrastruktur.
Und dies alles auf einer ganzen Zeitungsseite mit dem Endergebnis:  Aber es gibt keine andere Lösung!!
Da blättert man doch lieber schnell weiter, genießt das Frühstück und kippt noch einen Kaffee hinterher.
PS: Und der nächste Stress ist vorprogrammiert, denn wenige Tage später schalten sich die NGO’s ein und schlagen in die gleiche Kerbe ☹ 


Letzte Generation spricht nicht mit Wissing


Gerade sitze ich bei der ersten Tasse Kaffee und lese, dass die „Letzte Generation“ nicht mit dem Verkehrsminister korrespondiert, um eventuell Lösungen zum Wohle des Klimas zu finden.
 Nein, sie drohen eher an, die Gesellschaft in Sippenhaft zu nehmen und sich an vielen Stellen festzukleben. Sie behindern lieber die Menschen daran, tägliche Pflichten zu erfüllen, wie arbeiten, Kinder in die Kita bringen, zu kranken Personen zu gelangen, die Hilfe benötigen. Deshalb fragt man sich als normaler Bürger: hat diese „Letzte Generation“ DIE Lösung für den Klimaschutz? Wie wollen sie vorgehen? Welche Maßnahmen werden sie persönlich treffen? Oder kommt bei ihnen der Strom aus der Steckdose? Und wer soll das Geld für die bisher von ihrer Seite unbekannten Lösungen beschaffen? Konstruktiv ist anders.
DIE REICHEN? Wer ist das? Die Menschen, die für ihren Lebensunterhalt noch arbeiten? Die mittelständischen Betriebe, die jetzt schon sehr viel für den Klimaschutz tun, um zukunftsfähig zu sein? Ja sogar tun müssen, weil sie sonst am Kapitalmarkt kein Geld mehr bekommen für Investitionen? Man glaubt es kaum, der Markt regelt. 
Oder sollen Arbeitnehmer teilweise bis zu 50 km mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren? Denn nicht überall gibt es Busse und Bahnen. Und selbst mit dem E-Auto können sie jetzt ihr Ziel nicht mehr erreichen, weil die Letzte Generation den Weg versperrt. Daran sieht man, dass sie die Gesellschaft beim dringend notwendigen Klimaschutz nicht mitnehmen, sondern stehen lassen wollen. 
Den demokratischen Weg finden sie zu anstrengend und wollen ihn deswegen lieber gleich abschaffen. Stattdessen versuchen sie es mit Erpressung. Die Lösegeldsumme ist immens hoch, weil der demokratische Diskurs unter die Räder gerät, pardon unter Sekundenkleber und der Rechtstaat unter Kartoffelpüree verschwindet.  

Einen Vorteil hat es, wenn andere für mich denken und meinen sie haben die einzig wahre Lösung, ich kann mich zurücklehnen und Kaffee trinken.